Dienstag 20.11.2018

13:00-13:30

Spiritueller Impuls - das Hohelied Salomos

Ein erotisches und spirituelles Lied im Alten Testament
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Wie für alle poetischen Texte gilt auch für das Hohelied aus der Bibel: Es kann nie nur eine Deutung geben. „Sinn“ ereignet sich im Dialog zwischen dem geschriebenen Wort und den Lesenden.
Je nach Disposition der Rezipierenden wird eher die Tradition betont, die den Text als eine Geschichte zwischen Gott und Mensch lesen oder als eine Begegnung zwischen zwei liebenden Menschen verstehen will.
Dialogisch angelegt ist das Ganze auf jeden Fall. Es lässt sich wunderbar mit verteilten Rollen lesen. Und wenn man das tut, fällt sofort eines auf: Die hohen Redeanteile, die die Frau im Text hat. Es wird nicht nur über sie gesprochen, sondern sie selbst kommt zu Wort. Das Buch beginnt und endet mit ihrer Stimme.
Überhaupt setzt ihre Initiative das Geschehen in Gang.
Eine Bilderflut wird von den Texten vor unserem geistigen Auge heraufbeschworen.
Zu den bekanntesten gehört wohl der „hortus conclusus“, der „Verschlossene Garten“:
„Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut, ein verschlossener Born, ein versiegelter Quell!“ (Hoheslied 4,12; revidierte Einheitsübersetzung 2016.) Eine bekannte Darstellung hängt im Frankfurter Städel: das berühmte „Paradiesgärtlein“. Wobei natürlich umstritten ist – wie sollte es auch anders sein -, ob es sich überhaupt um eine Darstellung des „hortus conclusus“ handelt. Auf jeden Fall ist der verschlossene Garten weder aus der erotischen noch aus der religiösen Kunst ganzer Jahrhunderte wegzudenken.
Lassen Sie sich überraschen von einem Streifzug durch den Bilderwald des Hohenliedes, der immer wieder neu Dichtung und Kunst überhaupt inspiriert.

Mit Dr. Kornelia Siedlaczek, Theologin, Bildungsreferentin, Kath. Erwachsenenbildung, Frankfurt.

Ort: Kapelle Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21, Frankfurt
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: keine

17:30-21:00

Achtsames Begegnen in der Paarbeziehung

Achtsamkeit ist eine Haltung „einfach nur da zu sein“, im Kontakt mit sich selbst, anderen Menschen, der Umwelt.
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Achtsamkeit ist eine Haltung „einfach nur da zu sein“, im Kontakt mit sich selbst, anderen Menschen, der Umwelt. Es gibt nichts zu tun und es muss nichts Bestimmtes geschehen oder erreicht werden.
Diese Haltung ist für die meisten Menschen nicht selbstverständlich, der Alltag und auch die Paarbeziehungen sind von gegenseitigen Erwartungen, zielorientiertem Handeln und oft von Erfolgs- und Zeitdruck bestimmt. Das engt den Begegnungs- und Erfahrungsraum miteinander ein. Unter der Belastung des Alltags kommt es möglicherweise zu Kränkungen, zu Verunsicherungen und zu einer nicht mehr achtsamen Kommunikation.
Die Haltung der Achtsamkeit ist hilfreich, um die Freude, Lust, Wertschätzung und die Neugierde aufeinander wieder zu beleben, Erwartungen und Bewertungen zu relativieren und Vertrauen zu vertiefen.
Dieser Workshop möchte Sie mit der Haltung und einfachen Übungen der Achtsamkeit vertraut machen, um gemeinsam die Möglichkeiten des Konzeptes für die Paarbeziehung zu erfahren und zu diskutieren.
Teilnehmen können gerne Paare in jeder Situation und jeglicher sex. Orientierung, bzw. alle an dem Thema Interessierten, wenn Sie sich einen Partner*in für die Achtsamkeitsübungen mitbringen (diese sind zum größeren Teil Paarübungen).
Mit Marika Eidmann M.A., Paar- und Familientherapeutin; Supervisorin und Coach.

Mehr Informationen zu Marika Eidmann: www.marika-eidmann.de und www.ag-achtsamkeit.org

Ein Angebot nur für Paare.

Ort: Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21, Frankfurt
Anmeldung: hier
Kosten: keine